Übersicht über die Energieverwaltung

Mit der Energieverwaltungsfunktion können Sie den Energiestatus der physikalischen Computer und der virtuellen Maschinen, die online sind, in Ihrem Unternehmen steuern. Die wichtigsten Gründe für den Einsatz der Energieverwaltung sind:

Vorbereitung der Computer für Wartungstasks

Reduzierung des Energieverbrauchs und der Geräuschemissionen

Senkung der Betriebskosten

Verlängerte Lebensdauer von Akkus und Batterien

Sie können Computer entweder sofort oder zu einem geplanten Zeitpunkt herunterfahren, neu starten oder aufwecken. Ferner können Sie Computer in den Energiesparmodus oder Ruhezustand versetzen.

Tipp: Wenn Sie Energietasks auf virtuellen Maschinen ausführen möchten, die sich auf einem ESXi Hypervisor befinden, können Sie hierzu das Feature "Virtuelles Inventar" verwenden.

Informationen zur Vorgehensweise

Informationen zur Vorgehensweise bei der Durchführung von Energieverwaltungstasks finden Sie unter:

Erstellen und Bearbeiten einer Energiestatusvorlage

Vorgehensweise beim Initiieren von Energieverwaltungstasks

Überwachen eines Energietasks

Initiieren und Überwachen eines Energiestatusscans

Anzeigen der Ergebnisse eines Energiestatusscans

Äußerst flexible Implementierungsoptionen

Security Controls bietet Ihnen eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Energieverwaltungsoptionen zu implementieren.

Unmittelbares Herunterfahren oder Neustarten ohne Warnung für den Benutzer:Sie können mit einem Befehl im Kontextmenü einen oder mehrere verbundene Computer über die Computeransicht oder die Scanansicht unmittelbar herunterfahren oder neu starten. Die Computer müssen vollständig eingeschaltet sein, damit sie einen Befehl zum Herunterfahren oder Neustarten akzeptieren. Diese sofortigen Aktionen werden typischerweise zu Zwecken der Wartung eingesetzt, wenn Sie nicht darauf warten können, dass die Computer heruntergefahren oder neu gestartet werden. Wenn ein unmittelbarer Neustart eines Computers erfolgt, wird der Computer stets in einen voll eingeschalteten Zustand zurückversetzt. Weitere Informationen finden Sie unter Herunterfahren – Implementierungshinweise und Neustart – Implementierungshinweise.

Geplantes Herunterfahren oder Neustarten mit einer Warnung für den Benutzer: Sie können unter Verwendung einer Energiestatusvorlage einen oder mehrere Computer herunterfahren oder neu starten. Der Vorteil bei der Verwendung einer Energiestatusvorlage besteht darin, dass sie Ihnen die Option gibt, alle aktiven Benutzer dieser Computer zu warnen. Zudem können Sie die Aktion so planen, dass sie sofort stattfindet oder aber später, zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft.

Geplantes Herunterfahren und Neustarten werden üblicherweise eingesetzt, um den Energieverbrauch zu senken oder um Computer über Nacht, übers Wochenende und an Feiertagen auszuschalten. Indem Energie gespart wird, wenn Computer nicht benutzt werden, können die Ziele einer unternehmenseigene "Green"-Initiative erreicht werden. Die Computer müssen anfänglich vollständig eingeschaltet sein, damit der geplante Job ausgeführt wird.

Initiieren des Energiespar- oder Ruhezustands mit oder ohne vorherigen Neustart: Um Computer in den Energiespar- oder Ruhezustand zu versetzen, kann eine Energiestatusvorlage verwendet werden. Sie können die Aktion mit oder ohne vorherigen Neustart der Zielcomputer durchführen. Wie bei allen anderen Jobs, die mit einer Energiestatusvorlage initiiert werden, können Sie den Job so planen, dass er jetzt ausgeführt wird oder zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft. Nähere Informationen finden Sie unter Ruhezustand und Energiesparmodus – Implementierungshinweise.

Unmittelbares oder geplantes Wake-on-LAN: Die Wake-on-LAN (WoL)-Funktion wird dazu verwendet, Computer in einen vollständig eingeschalteten Zustand zu versetzen. Dies kann entweder von der Computeransicht oder der Scanansicht aus über einen Befehl im Kontextmenü geschehen. Jeder mit dem Netzwerk verbundene Computer, der sich entweder im Energiespar- oder Ruhezustand befindet oder ausgeschaltet ist (die Netzwerkkarte aber mit Strom versorgt wird), kann durch eine WoL-Anforderung aufgeweckt werden. Ein typischer Grund für den Einsatz von WoL besteht darin, Computer, die über Nacht oder über ein verlängertes Wochenende ausgeschaltet wurden, einsatzbereit für den nächsten Arbeitstag zu machen. Ein anderer Grund für ein Einschalten der Computer wären anstehende Wartungstasks wie konsolenbasierte Patch- oder Assetscans. Computer im Energiesparmodus, Ruhezustand oder im ausgeschalteten Zustand können nicht gescannt werden. Mit dem Einsatz von WoL können Sie sicherstellen, dass Ihre Wartungstasks zeitplangemäß durchgeführt werden.

Die Wake-on-LAN-Anforderung kann sofort ausgegeben werden oder sie kann für einen bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft geplant werden, vergleichbar mit der Planung eines Weckrufs für jeden einzelnen Computer. Nähere Informationen zu WoL finden Sie unter Wake-on-LAN – Implementierungshinweise.

Computer, die sich im Energiespar- oder Ruhezustand befinden oder ausgeschaltet sind, können nicht mit einer Energiestatusvorlage neu gestartet oder geweckt werden, sie müssen mit der WoL-Funktion aufgeweckt werden.

Agentenlose und Mit Agent

Energieverwaltungstasks können entweder mit oder ohne Agent durchgeführt werden. In diesem Abschnitt wird die Methode ohne Agent beschrieben. Informationen dazu, wie Energietasks mit Agents ausgeführt werden, finden Sie unter Erstellen und Konfigurieren eines Energietasks.

Bei einem Energiestatustask ohne Agent wird eine kleine Anzahl von Dateien von der Konsole auf jeden Zielcomputer gepusht. Wenn eine große Zahl von Geräten beteiligt ist, kann sich dies auf Ihre Netzwerkperformance auswirken.